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GEWOBAG

Offener Brief Nr. 2 an den GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema

Ein altes, krankes Ehepaar steht auf der Straße, weil die GEWOBAG die bereits zugesagte Wohnung nun doch nicht an sie vermieten will. Trotz der Dringlichkeit dieses Anliegens verweigert Vorstand Jellema seit Monaten eine Stellungnahme.

Sehr geehrter Herr Jellema,

die Familie Omayrat, wohnhaft in der Lindenstraße, ist verzweifelt und hat mich um Hilfe gebeten. Frau Omayrats Vater musste sich im Sommer einer Lebertransplantation unterziehen und ist seither pflegebedürftig. Seine Ehefrau pflegt ihn so gut sie kann, ist aber manchmal überfordert, weil sie nicht mehr die Jüngste ist. Um sie zu unterstützen, wollte Frau Omayrat ihre Eltern und eine nahe Verwandte in einer leer stehenden 3-Zimmer-Wohnung auf ihrer Etage unterbringen und wandte sich diesbezüglich an ihre GEWOBAG-Kundenberaterin.

Die Kundenberaterin sagte Frau Omayrat die Wohnung zu und riet ihr, beim Job Center schon mal den entsprechenden Antrag zu stellen. Mit Schreiben vom 30.7.2013 schickte das Job Center die nötige Angemessenheitsbescheinigung.

Die Familie Omayrat war mehrfach telefonisch in Verbindung mit dem GEWOBAG-Büro in der Prinzenstraße und gab dort persönlich alle angeforderten Unterlagen ab. Bevor die GEWOBAG-Kundenberaterin im September in Urlaub ging, versicherte sie Frau Omayrat, dass ihre Urlaubsvertretung Bescheid wüsste und alles in Ordnung sei.

Die Eltern von Frau Omayrat kündigten daraufhin ihre Wohnung in Neukölln und freuten sich auf den Umzug in die Lindenstraße. Das Entsetzen war jedoch groß als die GEWOBAG Kreuzberg bei telefonischer Nachfrage im Oktober der Familie Omayrat mitteilte, dass die versprochene Wohnung leider nicht zur Verfügung stehe. Eine Begründung gab man ihr nicht. Die Unterlagen, die Frau Omayrat persönlich in der Prinzenstraße abgegeben hat, sind mysteriöserweise verschwunden. Bei einem persönlichen Besuch im GEWOBAG-Bezirksbüro bestätigte eine GEWOBAG-Mitarbeiterin in barschem Ton, dass die Wohnung in der Lindenstraße nicht verfügbar sei. Mehr habe sie nicht zu sagen.

Auf nochmalige Anfrage hieß es, dass die betreffende Wohnung nicht behindertengerecht sei. Aber am 14.11.2013 erhielt die Familie Omayrat ein Schreiben von einer GEWOBAG-Mitarbeiterin, in dem als Ablehnungsgrund plötzlich eine Überbelegung angegeben wird. Eine 3-Zimmer-Wohnung ist zu klein für drei Personen? Warum hat man das der Familie Omayrat nicht gesagt, bevor die Eltern ihre Neuköllner Wohnung kündigten? Damit die Eltern nicht auf der Straße stehen, hat Frau Omayrat ihre Eltern bei sich aufgenommen. Nun leben das Ehepaar Omayrat und ihre Eltern – also vier Personen – in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung! Das ist auf Dauer natürlich unzumutbar.

Bitte klären Sie den Sachverhalt mit den verantwortlichen Mitarbeitern Ihres Hauses. Die alten Leute brauchen dringend eine Wohnung in der Nähe ihrer Tochter. Die Wohnung sollte mit einem Lift erreichbar sein, eine behindertengerechte Wohnung ist jedoch nicht nötig.

Mit besten Grüßen
Margit Boé