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Leserbrief eines Betroffenen

Antwort auf Pressemitteilung von Baustadtrat Panhoff zum taz-Neubau

Ich bin entsetzt darüber, dass Herr Panhoff es nicht mal für nötig hält, uns Bewohnern per Email seine Sicht über das taz-Landau-Media-frizz23-Bauvorhaben am Besselpark mitzuteilen. Meiner Meinung nach ist das unterstes Niveau im Umgang mit den Bürgern, die auch Wähler und Steuerzahler sind. Herr Panhoff sollte sich doch mal vergegenwärtigen, dass Politiker letztendlich nicht nur für ALLE Bürger ihr Amt auszuüben haben, sondern auch von uns Bürgern bezahlt werden!

Leider hat sich dieses unsägliche Verhalten gegenüber den Bürgern beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zur Normalität entwickelt. Das kann ich aus leidvoller, persönlicher Erfahrung in einem anderen Zusammenhang nur bestätigen. Ich bin entsetzt über die Feigheit, mit der Baustadtrat Panhoff und BBM Herrmann mit berechtigten Bürgerinteressen umgehen! Auf einen direkt an sie adressierten Antrag von Bürgern erwarte ich zumindest eine persönliche Stellungnahme und keine lapidare Pressemitteilung auf der Internetseite des Bezirksamtes, die außer einigen Journalisten kaum einer liest. Offensichtlich haben weder Herr Panhoff noch Frau Herrmann den Mut, uns Bürgern unliebsame Entscheidungen von Angesicht zu Angesicht mitzuteilen.

In genau diesem Stil fand auch die Öffentlichkeitsarbeit zur Bebauung des Grundstücks am Besselpark statt. Es gab Insider-Workshops mit den üblichen Verdächtigen und QM-Mitarbeitern, sowie ein paar bunte, nichtssagende Flyer. Details wie das Fällen alter Bäume wurden von offizieller Seite überhaupt nicht kommuniziert. Gespräche zwischen der taz und den betroffenen Anrainern fanden ebenfalls nicht statt! In diesem unsäglichen Desinformationsstil fand das ganze Workshop-Verfahren zum Mehring- und Blücherplatz statt! Es  ist widerlich, wie man uns Bürger hier als Alibi für die Großmannssucht diverser Lokalpolitiker benutzt. Wir Bürger kommen uns inzwischen nur noch wie Fußabtreter vor und nicht wie Menschen!  

Die Kreuzberger Grünen schaden der Reputation ihrer Partei mehr und mehr. Sie schaden auch - was noch schlimmer ist - dem Bezirk und seinen Bürgern.  

Thomas Barth

P.S.: Laut Tagesspiegel sagte ein langjähriger Grünen-Politiker auf dem vergangenen Landesparteitag: „Monika Herrmann nimmt uns alle mehr und mehr in Mithaftung.“ Das könne nicht sein, denn es seien im Bezirk „viele Fehler“ ... gemacht worden.