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10 Jahre QM Mehringplatz - Teil I

Katastrophale Bilanz

Obwohl es am Kreuzberger Mehringplatz seit fast zehn Jahren ein Quartiersmanagement (QM) gibt und Fördergelder in Millionenhöhe aus dem Programm SOZIALE STADT geflossen sind, hat sich am trostlosen Ambiente der südlichen Friedrichstadt kaum etwas geändert.

Im kinderreichen Mehringkiez gibt es nur zwei total verwahrloste öffentliche Spielplätze, deren Benutzung für Kinder zum Teil sogar gefährlich  ist.

         

Spielplatz Theodor-Wolff-Park: gefährliche Felsbrocken        Viel zu klein, trostlos und verwahrlost

Anstatt die beiden Spielplätze schnellstens zu sanieren, steckten das QM Mehringplatz und das Kreuzberger Bezirksamt lieber riesige Summen in die Schallisolierung der Flure der Galilei-Grundschule, in stachelige Brombeerhecken und völlig überteuerte Kurse wie z.B. „Ich singe Deutsch“. In anderen Kitas gehört das Singen von deutschen Liedern zur normalen Aufgabe der Erzieher/innen.

Der Kunstwelt e.V., Träger des QM Mehringplatz, kassierte in 2013 fast eine Viertelmillion Euro allein für seine Verwaltung, eine Verbesserung der Situation im Mehringkiez ist aber weder sichtbar noch fühlbar. In der Privatwirtschaft hätte man die Geschäftsführerin des QM, Kristijana Penava, und die Büroleiterin, Candy Hartmann, wegen Erfolglosigkeit längst gefeuert. Doch der zuständige Sachbearbeiter in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Ralf Hirsch, hatte trotzdem keinerlei Bedenken, den Vertrag mit dem Kunstwelt e.V. zu verlängern. Da hackt wohl eine Krähe der anderen kein Auge aus.

Nun wurde die Südliche Friedrichstadt zum Sanierungsgebiet erklärt. Mal sehen, ob die dadurch fließenden Steuermillionen endlich das gewünschte Resultat bringen. Die Befürchtung ist groß, dass sich in erster Linie wieder die um den Jackpot kreisenden "üblichen Verdächtigen" großzügig bedienen werden. Und da im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg kaum wirtschaftlich kompetente Leute sitzen, besteht die Gefahr, dass sie sich von Schönrednern über den Tisch ziehen lassen.

Da weder die nicht vor Ort lebenden QM-Leute noch der grüne Stadtrat für Stadtentwicklung, Hans Panhoff, wirklich Ahnung haben, was genau im Mehringkiez passiert und was sich die direkt Betroffenen - nämlich die Bewohner und ortsansässigen Gewerbetreibenden - wünschen, herrschen allgemein große Verunsicherung und Zweifel.